Nachdem ich nun eine Lösung für das Schwarzwasser gefunden habe, und damit bereits jede Menge an „Frischwasser“ spare -> siehe http://earthbag-home.info/category/wasser-abwasser/ <-
musste ich mir nun Gedanken um das Frischwasser machen.
Dieser Punkt hat mir zugegebenermaßen am meisten Kopfschmerzen bereitet, denn ich möchte ohne Anschluss ans Wassernetz und ohne Brunnen trotzdem Wasser haben.
Das Auffangen von Regenwasser ist sicher eine Alternative, allerdings habe ich da großen Respekt vor, denn es kommt vor, das es hier manchmal von April bis September nicht regnet. Sogenannte Zisternen, ob nun als offene Becken oder unterirdisch sind mir suspekt, ich kenne viele, die hier mit Chlor nachhelfen müssen, da stehendes Wasser nun einmal bei hohen Temperaturen schnell kippt.
Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, das ich einen Kreislauf möchte. Am liebsten einen, wo ich kein Wasser verschwende. Wo das Wasser zum Duschen und Händewaschen durch irgendeine Aufbereitung immer wieder verwendet werden kann. Was im großen in den Kläranlagen geht, das muss doch auch im kleinen funktionieren.

Viele, selbst Fachmänner aus Sanitär und Technik sagten mir, das ginge nicht oder wenn nur mit imensen Kosten!
Wer mich kennt, weiß das ein „geht nicht“ bei mir nicht existiert. Wenn es „nicht geht“ dann muss es einen Weg geben, es doch machbar zu machen. Und bei eben diesen Recherchen bin ich auf die Webseite www.wohnwagon.at und auf die Firma Seccua gestossen. Und siehe da, es geht ja doch!

Da hat sich doch einfach eine Architektin in der Schweiz ein Haus gebaut, welches einen Wasserkreislauf hat. Genau das was ich gesucht habe:

 

Diese Frau hat einen Schwimmteich, indem Pflanzen das Wasser reinigen und sie sich im Sommer erfrischen kann. Ein solcher Teich ist natürlich auch ein toller Lebensraum für so einige Tierarten. Aus diesem Teich wird das Wasser durch diverse Filter in einen Speicher gepumpt. Von hier geht es in die Wasserhähne, frei von Parasiten, Bakterien, Viren und Feinstaub und auch frei von Pestiziden, Arzneimittelrückständen, Weichmacher oder auch Kalk und Arsen. Wasser in Trinkwasserqualität eben!
Und genau dieses Wasser wird nach dem Händewaschen auf das Dach gepumpt, geht dort durch die Sumpfpflanzenmatten, die das ganze reinigen und von dort wieder in den Teich.

Der Teich ist so ausgelegt, das die Sonne, die sich im Winter darauf spiegelt, direkt ins Wohnzimmer scheint, um dieses zusätzlich zu heizen.
Da man ja immer auch mal Wasser komplett entnimmt (beispielsweise das Putzwasser, welches im Klo weggeschüttet wird oder auch Wasser, welches in feuchter Kleidung, feuchten Haaren etc. verdunstet) ist die Idee, dieses mit Regenwasser wieder aufzufangen genial. Und sollte es ein wirklich trockener Sommer sein, könnte ich mir immer noch einen Wasserlaster kommen lassen, der mir meinen Teich wieder auffüllt.

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