Lange habe ich überlegt, ob ich diesen Beitrag schreiben soll, aber alles in mir drängt danach. So sehr, das ich heute morgen (am Samstag!=) von allein um 05:00 Uhr aufgewacht bin mit so vielen Sätzen im Kopf.

Im Moment scheint es, als sei die Welt verrückt geworden. Alles steht Kopf, man beobachtet, wie die Menschen um einen herum sich verändern und ihre wahren Gesichter zeigen. Und diese sind teilweise alles andere als schön.

Wer sich, wie ich, nicht nur in den Mainstreammedien informiert, wird bombadiert mit Informationen und es fällt zunehmend schwerer zu durchschauen, welche Informationen echt sind und welche nicht.

Dazu beginnt, mit dem Winter und 8 Monate immer größer werdende Entbehrungen, die große Armut bei einigen. Wir leben im fortschrittlichen Europa und werden gerade Zeuge, wie Menschen um uns herum beginnen zu hungern!

Gerade vor einigen Tagen hatte ich ein interessantes Gespräch, wo es darum ging, wie man den Reichtum eines Landes definiert. Deutschland wird oft als ein reiches Land bezeichnet. Wie kann ein Land reich sein, in dem inzwischen jedes 3. Kind an Kinderarmut leidet?

All diese Gedanken und Informationen können Menschen, die eigentlich fest mit beiden Beinen im Leben stehen an den Rande des Wahnsinns treiben. Und die fast verständliche Reaktion ist Resignation.

Wie oft liest man in der vergangenen Zeit, das viele Menschen alles über sich ergehen lassen, bis die Pandemie vorbei ist. Bis wieder ein „normales“ Leben möglich ist. Erst hieß es, wenn das Virus abflaut, nun hofft man auf die Impfung. Mal sehen, was als nächstes kommt. Es wird kein Leben wie früher mehr geben!

Diesen Weg durch diese schwere Zeit muss jeder für sich selbst gehen. Das bedeutet nicht, das man allein ist in dieser Zeit. Es ist verständlich, das man Menschen um sich scharrt, die die gleichen Gedanken haben, wie man selbst. Eigentlich schade, denn vor Corona hat man sich seine Freunde nach Sympathie und nicht nach Gesinnung ausgesucht. Und ich erinnere mich wehmütig an viele lebhafte Diskussionen in denen Standpunkte diskutiert wurden.

Auch das Diskutieren wird gerade abgeschafft und statt dessen werden Menschen in Schubladen eingeteilt. Und dabei gibt es manche Schubladen, die so schwachsinnig sind.

  • Wer heutzutage gegen die Maßnahmen der Obrigkeiten ist, ist automatisch rechtsradikal, geisteskrank, ein Aluhutträger und ein Leugner?!
  • Wer fest an das Gute in den Politikern glaubt ist automatisch dumm?

Es ist nicht so einfach. Und es ist grundfalsch die Menschen um sich rum in solche Schubladen zu stecken und so jegliche Diskussion im Keim zu ersticken.

Frei nach dem Motto: „Du gehörst zur Gegenseite, also höre ich dir nicht zu und alles was du sagst ist Blödsinn!“

Die Generallösung aus diesem Dilemma kenne ich nicht. Aber ich habe erkannt, das wir uns in einem Dilemma befinden, indem es weder vor noch zurück geht, ohne das jemand das Gesicht verliert.

Jetzt könnte ich mich verkriechen und abwarten bis der Sturm vorüber ist, aber wenn das wiederum alle tun, dann verkriechen wir uns wahrscheinlich in 10 Jahren noch.

Und ausserdem passt diese „Opferhaltung“ nicht zu meinem Naturell. Ich lasse schon mein Leben lang nicht gerne andere entscheiden, was gut für mich ist. Dafür habe ich meinen Bauch und der entscheidet!

Was kann ich also tun?

Ich habe mich für eine andere Art des Protestes entschieden. Ich war anfangs auch auf Demonstrationen zu finden, aber was bringt eine Demonstration gegen die Maskenpflicht, auf der alle eine Maske tragen aus Angst vor Strafen? Diejenigen, die solche Regeln aufstellen, sitzen sicherlich oft mit Tränen vom vielen Lachen in den Augen beisammen und amüsieren sich köstlich auf unsere Kosten.

Ich habe die stille Revolution für mich begonnen.

Was ist die stille Revolution?

Ich nutze die Zeit des Lockdowns um mich weiter zu bilden Ich lerne Fähigkeiten und Skills, die mich unabhängiger machen. Unabhängig in jeder Hinsicht. Wie viele Menschen kenne ich, die so sehr an der Nadel des Systems hängen, das wenn etwas passiert, sie ausgeliefert sind.

Sei es auch nur eine Woche keine Möglichkeit Lebensmittel zu kaufen, ein Stromausfall oder ähnliches. Wohlgemerkt es gibt eine Unterschied zwischen Vorratshaltung und Hamsterkäufen und wer nun vor dem 2. Lockdown jammert, das er wieder kein Klopapier bekommt, hat nicht Recht, sondern hat gar nichts gelernt aus dem 1. Und Menschen, die vorsorgen sind nicht egoistisch oder dumm, sondern umsichtig.

Anstatt Samstags auf Demos zu gehen, gehe ich in meinen Garten und baue die Flächen aus, auf denen ich Lebensmittel anbauen kann, die mich und meine Familie ernähren und uns somit unabhängiger machen.

Wenn das alle machen würden, wie phantastisch wäre das Ergebnis?

Ja ich höre die Einwände schon bis hier her, „du hast leicht reden, du hast ja auch einen Garten!“ – Nein ich habe nicht leicht reden. Und ich bleibe bei meiner Meinung, jeder, also auch du, kann sich in diese Richtung bewegen und damit einen wirklichen Wandel in unserer Zeit anstoßen.

Es gibt da draußen Menschen, die Ihre Lebensmittel auf einem Balkon anbauen, andere haben ältere Menschen mit großem Garten angesprochen, die es selbst nicht mehr schaffen anzubauen. Eine Win-win-Situation für beide Seiten, denn man kann nicht nur die Ernte teilen, sondern auch vom Wissen des anderen profitieren. Und noch andere haben brachliegende Teile von Feldern gepachtet und sich zusammen geschlossen. Wer wirklich will, findet eine Lösung.

Genauso ist es mit dem Erstellen eines Planes für den „Worst-Case“.

Was genau ist der Worst-Case. Man sollte sich schon ein paar Gedanken darüber machen. Was passiert beispielsweise bei einem Stromausfall. Wie viele Menschen sitzen in Ihren Etagenwohnungen und würden im schlimmsten Fall erfrieren und verhungern.

Ich möchte hier zwei wirklich sehenswerte Videos einbinden, damit wirklich jedem klar wird, wie abhängig wir uns selbst gemacht haben aus Bequemlichkeit.

Heftig oder? Ich teile diese Videos nicht, um Panik zu verbreiten, sondern um deutlich zu machen, wie fragil das System ist, in dem wir uns bewegen. Und Vorsorge trifft kaum jemand.

Dazu ist es nun einmal notwendig, sich Gedanken zu machen und sich Fähigkeiten anzueignen.

Auch Anschaffungen sind notwendig. Natürlich geht sowas nicht von jetzt auf gleich, aber wenn man kontinuierlich daran arbeitet geht es Stück für Stück in die richtige Richtung.

Und auch da höre ich Einwände. „Aber ich kann mir das nicht leisten, ich komme ja so kaum über die Runden.“ Blödsinn!!! Man muss nicht alles neu kaufen. Es ist zwar die einfachste Lösung, weil man mit niemanden interagieren muss, aber es gibt so viele andere Lösungen.

Nutze was dir zur Verfügung steht! –

Das ist eines der Grundprinzipien der Permakultur. Und wenn man damit erstmal anfängt, dann kommt man in eine Aufwärtsspirale, die sich kaum stoppen lässt.

Du brauchst dringend Material, um etwas umzusetzen, aber hast gerade das nötige Kleingeld nicht? Schau dich in deiner Umgebung um, es gibt fast immer Menschen, die Dinge haben, die sie loswerden wollen, denen es aber zum Beispiel nicht möglich ist, sie selber abzubauen oder abzutransportieren. Wie oft werden Möbel oder Baumaterial zum Verschenken angeboten, wenn man sie nur selber abbaut oder abtransportiert. Nutze solche Angebote!

Baue Netzwerke auf. Es ist so wichtig, in diesen Zeiten nicht allein zu kämpfen. Du hast nur einen begrenzten Platz zur Verfügung, um Gemüse anzubauen? Dann sprich mit deinem Nachbarn. Vielleicht geht es ihm ähnlich und ihr könnt euch absprechen. Er baut den Kohl an und du die Kartoffeln. Und dann tauscht!

Lerne Skills die dich unabhängig machen. Unabhängig von Geschäften, unabhängig vom Strom, unabhängig von der Wasserversorgung etc.

Wir befinden uns in einer Zeit, in der wir das Glück haben, durch das Internet an eine Fülle von Informationen zu kommen und das in Echtzeit und kostenlos. Alles was wir einsetzen müssen ist unsere Zeit.

Und zu guter Letzt, helfe den Menschen um dich herum.

Ich habe gesehen, das viele Menschen derzeit wirklich verzweifelt sind. Hilf Ihnen in denen du Ihnen zuhörst und Ihre Ängste und Befürchtungen ernst nimmst. Hilf Ihnen, indem du gemeinsam mit Ihnen an Lösungen arbeitest.

Wer auf das Schlimmste vorbereitet ist, wird gut durch diese Zeit kommen, denn das Schlimmste tritt niemals ein!

In diesem Sinne gehe ich nun zu meinem Spaten und hoffe, mit diesem Artikel dem einen oder anderen ein paar Denkanstöße gegeben zu haben.

Eine Revolution schafft man nicht, indem man Likebuttons im Internet drückt!

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